Ein Plan zahlt sich aus

von JobFit-Projektredaktion | 30. Mrz. 2013 | Kommentare deaktiviert für Ein Plan zahlt sich aus

Auch mit geringem Gehalt können Auszubildende ein kleines Geldpolster schaffen – und fürs Alter vorsorgen

Auch kleine Beträge, die junge Leute von ihrer Ausbildungsvergütung abzweigen, können ein Sparschwein füllen – es muss nur regelmäßig gefüttert werden. Foto: fotolia/Robert Kneschke

Auch kleine Beträge, die junge Leute von ihrer Ausbildungsvergütung abzweigen, können ein Sparschwein füllen – es muss nur regelmäßig gefüttert werden. Foto: fotolia/Robert Kneschke

Mein Haus, mein Auto, meine Yacht. Während Erfolgsmanager ihre Fotos auf den Tisch knallen, können Auszubildende nur müde lächeln. So weit entfernt scheinen diese Ziele für die jungen Leute – noch. Denn mit Plan und Strategie können auch Azubis von ihrem geringen Gehalt etwas auf die hohe Kante legen. Und wer weiß, welche Träume sie sich später erfüllen können. Denn: „Die erste Million kommt nicht vom Ausgeben“, sagt ein Sprichwort. Deshalb macht es Sinn, die Ausgaben im Blick zu behalten. Wer meistens in der Mitte des Monats schon Ebbe im Geldbeutel hat, sollte eine Auflistung machen – oder direkt das gute alte Haushaltsbuch führen – um zu sehen, wohin die Euros geflossen sind. Daraus geht dann schnell hervor, wo gespart werden kann.

Vermögenswirksame Leistungen durch den Arbeitgeber

Als finanzielle Unterstützung gibt es zudem die Möglichkeit einer Berufsausbildungsbeihilfe, die man beim Arbeitsamt beantragen kann. Darin enthalten ist ein Zuschuss zu Fahrtkosten und Miete. Auszubildende können sich dazu bei der Arbeitsagentur beraten lassen und auch im Internet gibt es unter www.arbeitsagentur.de weitere Informationen. Auf jeden Fall sollten Azubis beim Abschluss des Lehrvertrages nach „Vermögenswirksamen Leistungen“ (VL) fragen. Dabei zahlt der Arbeitgeber meist zusätzlich zum Lohn einen Betrag zum Vermögensaufbau für den Angestellten.

Wer regelmäßig von seinem Gehalt noch etwas zur Seite legen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. „Bei einer Geldanlage gilt es zunächst, einige zentrale Fragen zu klären“, sagt Uwe Schöler, Vermögensberater der DVAG in Laichingen. Wie lange will ich mein Geld anlegen? Wie wichtig ist es mir, dass ich bei Bedarf vorzeitig an meine Ersparnisse komme? Welche Risiken will ich eingehen, um vielleicht eine höhere Rendite zu erzielen? Und wie kann mir der Staat bei der Geldanlage helfen? „Über die Chancen und Risiken der jeweiligen Geldanlagen sollte man sich im Vorhinein von einem Fachmann aufklären lassen“, so Schöler.

Auch ein Bausparvertrag kommt infrage

Als Alternative zum klassischen Sparbuch könne sich zum Beispiel ein Tagesgeldkonto anbieten: „Ein Tagesgeldkonto bringt bereits einige Zinsen und ist dennoch sehr flexibel.“ Wer längerfristig plant, für den kämen auch ein Bausparvertrag oder ein Sparplan mit Aktienfonds in Frage. Solche Anlagen könnten zudem mit Vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers oder auch mit staatlichen Zulagen gefördert werden.

„Welche Chancen bereits junge Menschen zum Vermögensaufbau haben, wird von vielen unterschätzt. Dabei kann man bereits mit kleinen Beträgen etwas für seine Altersvorsorge tun – ganz nach dem Motto ‚Je früher, umso besser’ “, so der Vermögensberater.

Weitere Tipps zu Zuschüssen und Ermäßigungen für Auszubildende gibt es im Internet unter www.checked4you.de.

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