Nichts dem Zufall überlassen

von JobFit-Projektredaktion | 20. Jul. 2013 | Kommentare deaktiviert für Nichts dem Zufall überlassen

Für den Traum von der ersten eigenen Wohnung heißt es genau planen – und rechnen

Wenn es erst einmal ans Einräumen geht, ist das Schwierigste schon geschafft. Foto:  Fotolia/.shock

Wenn es erst einmal ans Einräumen geht, ist das Schwierigste schon geschafft. Foto: Fotolia/.shock

Mit dem Start einer Ausbildung kommt für viele Jugendliche auch der Traum von der ersten eigenen Wohnung. Endlich von zu Hause ausziehen, auf eigenen Füßen stehen. Doch damit der Traum nicht zum Alptraum wird, gilt es, einige Dinge zu beachten und genau zu planen.

Als erstes sollten Jugendliche und ihre Eltern einen Finanzplan aufstellen. Denn erst wenn klar ist, wie viel Geld für die eigenen vier Wände zur Verfügung steht, kann die Wohnungssuche beginnen. „Die Miete plus Nebenkosten, wie Heizung, Wasser und Strom, sollte ein Drittel des Nettoverdienstes nicht übersteigen“, sagt Anton Schmidt, Vorsitzender des Mietervereins Oberschwaben. Außerdem sei eine Kalkulation der weiteren Ausgaben notwendig, wie zum Beispiel Telefon, Internet, Fahrtkosten. Die Größe der ersten eigenen Wohnung richte sich nach Anspruch und Angebot in der Region. „Wer zentral wohnen möchte, weil er abends gern noch in die Kneipe geht, muss höchstwahrscheinlich mit einer kleinen und teureren Wohnung vorlieb nehmen“, rät der Mieterbund-Vorsitzende.

Blick in den Mietspiegel

Vor der Wohnungssuche rät Mieterbund-Chef Schmidt außerdem, einen Blick in den Mietspiegel zu werfen. Die Miete ist abhängig vom Zustand und der Ausstattung der Wohnung. Gerade außerhalb der Stadtzentren befinden sich die Wohnungen nicht immer in einem renovierten Zustand. Die Mieten sind meist also niedriger, doch eine veraltete Nachtspeicherheizung etwa kann sich nachteilig auf die Nebenkosten auswirken. Bei der Kalkulation sollten Wohnungssuchende zudem die Kaution im Blick haben. Die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei drei Monatskaltmieten. Sie kann in bis zu drei Raten gezahlt werden. Dieses Geld ist nicht verloren, sondern wird nach dem Auszug aus der Wohnung zurückgezahlt.

Thomas Schaupp, Finanzexperte bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in Laupheim und Metzingen Foto: DVAG

Thomas Schaupp, Finanzexperte bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in Laupheim und Metzingen Foto: DVAG

Wenn alle Fakten geklärt sind, kann die Wohnungssuche beginnen. Dazu lohnt sich zunächst ein Blick in den Wohnungsmarkt der Zeitung. Auch im Internet gibt es verschiedene Anbieter. Außerdem kann ein Makler auf die Suche geschickt werden. „Es lohnt aber immer, sich auch rechtzeitig unter Freunden, Verwandten und Bekannten umzuhören. Damit spart man sich auch die oft hohen Gebühren für den Makler. Diese liegen normalerweise bei bis zu zwei Monatskaltmieten“, sagt Thomas Schaupp, Finanzexperte bei der Deutschen Vermögensberatung in Laupheim und Metzingen.

Ist die richtige Wohnung gefunden, gilt es noch ein paar Vorbereitungen zu treffen, bevor der Einzug beginnen kann. „Eine Hausratversicherung – auch wenn der Hausrat eventuell noch nicht sehr teuer war – und eine private Haftpflichtversicherung sollte eigentlich jeder Mieter abschließen“, so Schaupp. Die Hausratversicherung sichert das Eigentum des Mieters bei Schäden ab. „Selbst eine Lappalie wie ein Wasserschaden kann horrende Kosten verursachen. Besonders wenn sich Waschmaschine und Spülmaschine in der Wohnung befinden, kann durch austretendes Wasser immer mal etwas passieren“, sagt der Experte. Und auch die private Haftpflichtversicherung sei unerlässlich. Denn sie tritt bei Schäden ein, die der Mieter selbst verursacht hat.

Ist der Einzug in die ersten eigenen vier Wände gut vorbereitet, steht der Einweihungsparty nichts mehr im Weg!

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