Vorsicht im Internet

von Projektredaktion | 20. Dez. 2013 | Kommentare deaktiviert für Vorsicht im Internet

Soziale Netzwerke verraten oft mehr über den Auszubildenden, als ihm lieb ist

Fotocredit: Fotolia/Gina Sanders

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Es macht Spaß, sein Profil auf Facebook anzulegen, Fotos aus dem letzten Urlaub auf Instagram zu bearbeiten und sie im Internet mit Freunden zu teilen. Soziale Netzwerke machen es einfach, den Kontakt zu Menschen aufrecht zu erhalten und zu pflegen, auch wenn sie weit weg wohnen. Die Privatsphäre kann im Internet jedoch leiden. Was im Privaten nützlich ist, kann am Ausbildungsplatz unliebsame Folgen haben. Hier gibt es Tipps zum Umgang mit den sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Xing und Co.

Wie können mir soziale Netzwerke wie Facebook beruflich helfen?
Kontakte zu haben ist wichtig für die berufliche Laufbahn, auch schon in der Ausbildung. Das Portal Azubister (www.azubister.net) ist ein Netzwerk, das speziell auf Schüler, Auszubildende und Studierende zugeschnitten ist. Hier haben sie die Möglichkeit, einen Account anzulegen und mit einem aussagefähigen Profil potenzielle neue Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen. Plattformen wie Xing und LinkedIn sind darauf spezialisiert, berufliche Kontakte aufzubauen und sein Karriere-Netzwerk zu pflegen. Hier tummeln sich vor allem Vertreter aus den Branchen Medien, Kommunikation, Marketing sowie kaufmännische Berufe, von Berufseinsteigern bis hin zu Managern und Geschäftsführern. Wer hier einen professionellen Auftritt hinlegt, hat womöglich bessere Chancen im nächsten Bewerbungsverfahren oder wird sogar direkt von Headhuntern angeschrieben, die für Firmen neues Personal suchen.

Was muss ich beim Gebrauch sozialer Medien beachten?
Egal, welches soziale Netzwerk man nutzt: Auf jeden Fall ist es sinnvoll, Privates und Berufliches nicht zu vermischen. So sollte man es unterlassen, vertrauliche Informationen des Ausbildungsbetriebs zu veröffentlichen. Auch peinliche Fotos der vergangenen Weihnachtsfeier sollten besser nicht gepostet werden. Zudem gilt: Das Internet vergisst nichts. Wer sich etwa wegen einer Migräne krank meldet, zu Hause aber fleißig twittert, macht sich verdächtig. Auch auf die immer wieder viel diskutierten Facebook-Privatsphäre-Einstellungen sollte man sich nicht blind verlassen. Die Community ändert die Konditionen, wer was sehen kann, regelmäßig, so dass ein leichtfertiges Kommentar über einen unliebsamen Kollegen schnell die Runde machen und zu Problemen führen kann.

Was soll ich tun, wenn mein Vorgesetzter eine Facebook-Freundschaftsanfrage schickt, muss ich ihn bestätigen?
Wer seinen Vorgesetzten nicht in seinem privaten Netzwerk haben möchte, kann das Problem lösen, wenn er ihm alternativ über das rein berufliche Netzwerk Xing eine Kontaktanfrage schickt. Andernfalls gibt es immer noch die Option, den Chef einer Gruppe zuzuordnen, die nur eingeschränkten Zugriff auf die eigenen Einträge erhält. Generell sollten Vorgesetzte aber dafür Verständnis zeigen, wenn man online Privates und Berufliches getrennt hält.

Was ist, wenn mein Chef keinen Zugang zu meinem sozialen Netzwerk hat?
Dennoch ist Vorsicht angebracht. Das heißt: keine flapsigen Bemerkungen über Kollegen oder Arbeitsaufgaben via Twitter, keine Beschwerden über den Chef auf Facebook. Selbst wer seine Privatsphäre auf Facebook sehr streng einstellt, kann nicht verhindern, dass die Einträge auch Leute sehen, für deren Augen die Aussage nicht gedacht war.

Darf ich während meiner Arbeitszeit auf Facebook gehen?
Hier gelten dieselben Absprachen wie für die private Nutzung von E-Mail oder Internet. Verbietet der Arbeitgeber die private Nutzung, dürfen Sie auch nicht auf Facebook gehen.

Im Internet auf www.schwaebische.de/jobfit können Sie alle JobFit-Artikel nachlesen und kommentieren. Welche Erfahrungen haben Sie mit sozialen Netzwerken im beruflichen Umfeld gemacht?

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