Lernen und Verantwortung übernehmen

von JobFit-Projektredaktion | 8. Mrz. 2014 | Kommentare deaktiviert für Lernen und Verantwortung übernehmen

Die Auszubildenden bei Aesculap profitieren vom JobFit-Angebot des Unternehmens

Von Robert Kolm

Wer den Ausbildungsraum des Tuttlinger Medizintechnik-Herstellers Aesculap betritt, dem fällt als Erstes auf: Es riecht nach Werkstatt, nach Metall. Schilder hängen zwischen Maschinen. „Werkbänke – Basisausbildung“ oder „Fräsen – Basisausbildung“ ist dort zu lesen. An zahlreichen Arbeitsplätzen werkeln Auszubildende vor sich hin, lernen unter anderem an den Werkbänken feilen, kernen, sägen. „Hier hat jeder seinen Platz, für den er auch selbst verantwortlich ist“, sagt Arno Brugger, Ressortleiter Berufsausbildung. „Da schaut keine Mami vorbei, ob auch alles ordentlich sauber gemacht wurde.“ Inzwischen ist die Ausbildung allerdings sehr maschinenlastig geworden, sodass die jungen Leute schon bald an den entsprechenden Geräten geschult werden.

Valentin Boaza und Kira Matuttis machen eine Werkzeugmechanikerlehre beim Medizintechnik-Hersteller Aesculap. Beide bilden sich auch jenseits ihres Fachbereichs fort.  Foto: Robert Kolm

Valentin Boaza und Kira Matuttis machen eine Werkzeugmechanikerlehre beim Medizintechnik-Hersteller Aesculap. Beide bilden sich auch jenseits ihres Fachbereichs fort. Foto: Robert Kolm

Wer bei Aesculap einer der rund 270 Azubis werden will, hat zunächst die Qual der Wahl: 15 verschiedene Berufswege werden angeboten. Darunter befinden sich akademische wie der „Bachelor of Arts“ und der „Bachelor of Science“, aber auch handwerkliche wie Mechatroniker, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker. „Am beliebtesten sind allerdings die kaufmännischen Ausbildungsberufe“, erzählt Angela Bertsche, Personalreferentin für kaufmännische Berufsausbildung. Rund 30 der insgesamt etwa 80 Nachwuchsplätze, die pro Jahr angeboten werden, entfallen auf diese Sparte. Und von 1100 Bewerbungen, die das Unternehmen jedes Jahr von jungen Menschen erhält, drängen 700 in den kaufmännischen Bereich.

Damit sich die Auszubildenden auch jenseits ihres Fachbereiches fortbilden können, ist Aesculap mit Schwäbisch. Media die Kooperation bei JobFit eingegangen. 15 Auszubildende erhalten ein Jahr lang die Schwäbische Zeitung gesponsert. Zwei von ihnen, die dieses Angebot gerne angenommen haben, sind Valentin Boaza und Kira Matuttis. „Ich bin vor sieben Jahren aus Rumänien hierher gezogen“, erzählt Valentin, der im zweiten Lehrjahr eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker macht. In diesen Wochen ist er gerade beim Flachschleifen eingesetzt, wo er lernt, glatte Oberflächen mit enormer Genauigkeit zu erstellen. „Ich interessiere mich sehr für Sprachen, lerne nebenbei auch Chinesisch“, sagt Valentin. An der Schwäbischen Zeitung mag er vor allem die Veranstaltungshinweise, so weiß er immer, wo in seiner Region etwas los ist und wo er Kontakte knüpfen kann.

Kira Matuttis, die ebenfalls eine Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin macht und im zweiten Lehrjahr ist, zeigt sich von dem JobFit-Angebot begeistert. Sie hatte die Schwäbische Zeitung noch nicht zu Hause. „Durch die Zeitung bin ich immer aktuell informiert und ich freue mich natürlich besonders, wenn dort Artikel über Aesculap erscheinen“, sagt sie. Auch beim Internetauftritt www.schwaebische.de – schaut sie häufiger vorbei.

Wer sich von den Auszubildenden bewährt, der darf eine Zeitlang an einem der Auslandsstandorte von Aesculap in Polen und Malaysia arbeiten und dort Land und Leute kennenlernen. Vielleicht haben die Auserwählten dabei auch die Schwäbische Zeitung im Gepäck.

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