Arbeitspausen sind lebenswichtig

von JobFit-Projektredaktion | 5. Apr. 2014 | Kommentare deaktiviert für Arbeitspausen sind lebenswichtig

Die Regenerationsphasen richtig zu gestalten, müssen Azubis erst lernen

Pausen machen einen wichtigen Teil der Arbeit aus. Denn nur, wer ausgeruht am Arbeitsplatz erscheint, kann konzentriert und zielgerichtet seine Aufgaben erledigen. Ob am Schreibtisch oder an der Werkbank: Es ist vollkommen normal, dass die Leistungsfähigkeit im Laufe des Tages abnimmt. Darum ist es wichtig, sich seine Pausen so einzuteilen, dass die Konzentration über acht Stunden konstant bleibt. „Kleine Unterbrechungen sind nötig“, betont Heike Schambortski, Präventionsexpertin von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, „um seinem Körper in regelmäßigen Abständen Regeneration zu gönnen und so ausgeruht durch den Tag zu kommen“.

Die ein oder andere Entspannungsübung ist auch am Arbeitsplatz möglich. Foto: nyul/Fotolia

Die ein oder andere Entspannungsübung ist auch am Arbeitsplatz möglich. Foto: nyul/Fotolia

Zur Dauer und Form der Arbeitspause gibt es gesetzliche Richtlinien. Bei der Beantwortung der Frage, wie man diese Zeit sinnvoll füllt, sind die Auszubildenden jedoch oftmals auf sich allein gestellt. Darum hält Schambortski in Unternehmen regelmäßig Seminare zu gesundheitlichen Fragen, in denen auch die Pausengestaltung eine wichtige Rolle spielt.

Auszubildende unterschätzen oft, wie hilfreich es ist, sich zwischendurch zu entspannen oder den Arbeitsplatz auch mal für eine Viertelstunde zu verlassen. Viele Arbeitgeber bieten ihren Beschäftigten eigens dafür geschaffene Ruhezonen an. Stehen diese in einem Betrieb nicht zur Verfügung, ist ein kleiner Spaziergang empfohlen. Frische Luft tut gut und hilft, sich der Arbeit anschließend wieder mit klarem Kopf zu widmen. Entspannungsübungen sind eine weitere Möglichkeit, um körperliche Belastungen – wie das stundenlange Arbeiten in der immer gleichen Position – auszugleichen. Wichtig ist, dass man in seiner Pause nichts macht, was mit der Arbeit zu tun hat. Ohne Unterbrechungen durchzuarbeiten, beeindruckt vielleicht die Kollegen oder den Vorgesetzten – auf lange Sicht werden jedoch Gesundheit und Qualität der Arbeit darunter leiden. Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung dafür, ein Betriebsklima zu schaffen, in dem eine produktive Pause nicht automatisch das Misstrauen der Kollegen weckt.

Ideal ist es, in der Pause einen körperlichen Ausgleich zur gewohnten Tätigkeit zu finden. Wer den ganzen Tag im Stehen verbringt, sollte zwischendurch also buchstäblich mal die Füße hochlegen. Wer die meiste Zeit vor dem Rechner sitzt, sollte ein paar Schritte gehen und vielleicht nicht gleich zum Handy greifen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Ernährung. Wie bequem ist der Weg zur nächsten Imbissbude, weil gerade nichts Besseres zur Verfügung steht und man wieder zu faul war, sich am Abend zuvor sein Essen vorzubereiten? Eine ausgewogene Ernährung verbessert langfristig aber das körperliche Wohlbefinden und ist mindestens genauso wichtig wie regelmäßige Bewegung. Statt fettiger Fritten also lieber mal einen Salat, statt Döner auch mal ein selbst gemachtes Käsebrot. Ganz nebenbei: Sein Essen zur Arbeit mitzubringen, entlastet auch den Geldbeutel.

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