Positiv in die Prüfungszeit

von JobFit-Projektredaktion | 31. Jan. 2015 | Kommentare deaktiviert für Positiv in die Prüfungszeit

Der Körper ist ein guter Gradmesser für das seelische Befinden. Feuchte Hände, Herzrasen, Magenkrämpfe, Schlafstörungen etwa sind typische Anzeichen für Angst. Wenn an den Berufsschulen die Prüfungszeit ansteht, werden viele Auszubildende Symptome wie diese an sich beobachten. Schlimm ist das prinzipiell nicht. Unter Psychologen gilt es sogar als erwiesen, dass ein wenig Prüfungsstress die Konzentration fördert. Prüfungen sind Ausnahmesituationen. Problematisch kann es nur dann werden, wenn einem plötzlich vor lauter Aufregung die einfachsten Antworten nicht mehr einfallen. Es gibt aber Tricks, solch eine Blockade zu vermeiden.

Effektives Lernen in der Gruppe: Gemeinsames Arbeiten stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft Selbstvertrauen.  Foto: Robert Kneschke/Fotolia

Effektives Lernen in der Gruppe: Gemeinsames Arbeiten stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft Selbstvertrauen. Foto: Robert Kneschke/Fotolia

Niemand muss sich für seine Prüfungsangst schämen. Dieses Gefühl kennen selbst Manager und Spitzensportler. Zunächst hilft es, sich seine Angst einzugestehen und die Gründe dafür zu finden. Habe ich noch genug Zeit, mich auf die Prüfung vorzubereiten? Wo liegen meine Stärken, wo meine Schwächen? Vergleiche mit Mitschülern sind häufig der Anlass für Minderwertigkeitskomplexe. Sinnvoller ist es, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Hilfreich kann es auch sein, mit der Familie oder Freunden über die Angst zu sprechen, statt seine Probleme mit sich selbst ausmachen zu wollen. Eine wichtige Einsicht ist auch, dass ein Mensch unmöglich alles wissen kann.

Eine rechtzeitige Vorbereitung verhindert unnötigen Stress. Darum gilt es, früh einen Lehrplan zu erstellen. Statt sich alles kurz vor der Prüfung reinzupauken ist es deutlich effektiver, den Lernstoff über einige Wochen hinweg regelmäßig durchzunehmen. Nur so bleibt das Gelernte tatsächlich im Gehirn hängen und kann während der Prüfung zuverlässig abgerufen werden. Auch Auswendiglernen bringt einen nur bedingt weiter. Denn wie das Sprichwort schon sagt: Wissen ist gut, Verstehen ist besser. Wer den Stoff versteht, kann sich die Fakten besser merken. Dem Lesen sollten Wiederholungsphasen folgen. Indem man sich selbst abfragt, wird das Gelernte aus dem Gedächtnis wiedergegeben. Auf diese Weise findet man sein Wissen auch in der Prüfung wieder.

Wichtig ist zudem, dass die Lernziele realistisch bleiben. Denn ungelöste Aufgaben sorgen nur für Frustration und erhöhen die Unsicherheit. Viele Azubis setzten sich selbst unter Druck. Wer sich überfordert fühlt, hat sich vielleicht zu hohe Ziele gesteckt. Diese zu regulieren, kann helfen, etwas Druck abzubauen.

Was viele im Prüfungsstress vergessen: Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Es muss Zeit für Freunde und Hobbys bleiben. Regelmäßige Pausen sollten eingeplant werden. Eine Faustregel besagt: nach eineinhalb Stunden eine Pause von einer Viertelstunde einlegen.

Und noch etwas: Je aufgeräumter der Arbeitsplatz, desto effizienter sind die Lernphasen. Viele unterschätzen die Bedeutung einer guten Arbeitsatmosphäre. Sie fördert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Konzentration. Prüfungsangst ist psychologisch bedingt. Wem diese Tipps nicht helfen, der kann es auch mit einer Lerngruppe versuchen. Gemeinsames Arbeiten stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft Selbstvertrauen.

Am Tag vor der Prüfung sollte übrigens nichts Neues mehr gelernt werden. Am Abend gilt es, früh ins Bett zu gehen, und am Morgen ausgiebig zu frühstücken. Denn nur ein ausgeruhter, gestärkter Körper kann Höchstleistungen vollbringen.

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