Bes­te Aus­sich­ten für Be­scheid­wis­ser

von Projektredaktion | 23. Mai. 2015 | Kommentare deaktiviert für Bes­te Aus­sich­ten für Be­scheid­wis­ser

Wer vorher gut über seinen Beruf informiert ist, wird seine Ausbildung später kaum abbrechen

Im Handwerk haben Jugendliche eine große Auswahl: Auch Zerspanungsmechaniker ist ein interessanter Beruf mit Zukunft. FOTO: J.WOITAS/DPA

Im Handwerk haben Jugendliche eine große Auswahl: Auch Zerspanungsmechaniker ist ein interessanter Beruf mit Zukunft. FOTO: J.WOITAS/DPA

Schüler, die nach der passenden Ausbildung suchen, haben die Qual der Wahl: Allein im Handwerk gibt es mehr als 100 Ausbildungsberufe. Und deren Zahl wächst stetig, entstehen dank des technischen Fortschritts doch neue Berufsfelder. 2015 kamen etwa der Betonfertigteilbauer, die Fachkraft für Veranstaltungstechnik und der Gießereimechaniker hinzu.

Die Fülle an Möglichkeiten kann schnell überfordern. Auch althergebrachte Berufe verändern sich, weshalb die Ausbildungsinhalte stetig angepasst werden müssen. Für Schüler, die sich erstmalig mit den Bezeichnungen auseinandersetzen, ist zudem in vielen Fällen nicht gleich erkennbar, welche Tätigkeiten zu einem Beruf gehören – bei Bezeichnungen wie „Servicefachkraft für Dialogmarketing“, „Zerspanungsmechaniker“ oder „Mediengestalter Flexografie“ verwundert das auch nicht.

Vor der Bewerbung Praxiserfahrung sammeln

Um spätere Enttäuschungen zu vermeiden, ist es wichtig, sich frühzeitig mit den Berufsbildern zu beschäftigen. Je gründlicher damit bereits in der Schule begonnen wird, desto größer ist die Chance am Ende auch, die passende Ausbildung und den passenden Betrieb zu wählen. Experten raten, bei der Berufswahl strukturiert vorzugehen: sich zuerst orientieren, dann informieren, anschließend Praxiserfahrung sammeln und im Anschluss mit den Bewerbungen beginnen.

Erste Anlaufstelle um einen Überblick zu gewinnen, ist das Berufenet der Arbeitsagentur. Auf der Internetseite können angehende Azubis entweder ihren Berufswunsch direkt eingeben oder über die Berufsfelder die passenden Bezeichnungen recherchieren. Über weitere Filter kommen sie direkt zu Ausbildungsberufen oder reglementierten Berufen. Zu jedem Beruf finden sich kurze Beschreibungen zu Tätigkeiten und Verlauf der Ausbildung. Es ist ratsam, sich auf diese Weise über verschiedene Berufe zu informieren und dann Praktika oder Hospitanzen zu absolvieren. Für Interessenten an einem handwerklichen Beruf bietet die Handwerkskammer einen Ausbildungsatlas auf ihrer Internetseite an. Dieser listet die ausbildenden Betriebe in der Region auf, die Jugendliche für ein solches Schnupperpraktikum kontaktieren können. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee – Oberschwaben hat ein ähnliches Tool auf ihrer Webseite für weitere Ausbildungsberufe in Ravensburg und Umgebung eingerichtet. Auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) informiert online über das gesamte Angebot an Ausbildungsberufen.

Auch spätere Verdienstmöglichkeiten sollten in die Entscheidung einfließen. Sinnvoll ist ebenfalls, sich zu informieren, ob im Wunschberuf gerade Nachwuchsmangel oder doch ein Überangebot an Bewerbern herrscht. In erster Linie muss der Beruf aber natürlich Freude bereiten.

Wer ein Praktikum in einem bestimmten Betrieb absolvieren möchte, lässt sich direkt mit dem für Praktika zuständigen Mitarbeiter verbinden. Mit diesem vereinbart man einen Termin, um sich persönlich vorzustellen. Es bietet sich an, im Rahmen der schulischen Berufsorientierung oder in den Ferien zu hospitieren. Manchmal reichen wenige Tage, um zu wissen, ob die Tätigkeit den eigenen Interessen entspricht oder nicht. Und der über das Praktikum erhaltene Kontakt kann zudem bei einer späteren Bewerbung um einen Ausbildungsplatz hilfreich sein.

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