Interview: „Mein Fokus liegt auf dem Beruf“

von JobFit-Projektredaktion | 23. Apr. 2016 | Kommentare deaktiviert für Interview: „Mein Fokus liegt auf dem Beruf“

Als Azubi zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen muss Kim Anders flexibel sein

Foto: DVAG/ Daniel Schmid

Foto: DVAG/ Daniel Schmid

Kim Anders absolviert eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen. Seit September 2015 lernt der 23-Jährige bei der Deutschen Vermögensberatung DVAG in Ulm. Im Interview spricht er über seine Beweggründe und Erfahrungen.

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen entschieden?

Nach meinem Zivildienst habe ich zunächst zwei Semester Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Das war mir aber zu technisch, und ich wollte einen Job, bei dem ich viel mit Menschen zu tun habe. Von einem Nachbarn, der Versicherungskaufmann ist, kannte ich den Beruf und hatte direkt Interesse daran.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Ich habe keinen Blockunterricht, sondern gehe zweimal pro Woche zur Berufsschule. Die anderen Tage über bin ich im Büro. Wir haben viele Termine, die meist bei den Kunden vor Ort sind. Hinzu kommen Schulungen, etwa zu bestimmten Versicherungsprodukten.

Welchen Abschluss benötigt man für die Ausbildung als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und welche Fächer sind wichtig?

Voraussetzung für die Ausbildung ist die mittlere Reife, doch oft wird ein Fachabitur verlangt. Ich selbst habe das Wirtschaftsabitur und verfüge über Vorkenntnisse in VWL und BWL. Das hilft mir auch in der Berufsschule, wo VWL, BWL und Rechnungswesen zu den wichtigsten Fächern zählen. Mathekenntnisse sind klar von Vorteil.

Was für Arbeitszeiten haben Sie?

Die sind sehr flexibel. Eigentlich habe ich keine festen Arbeitszeiten, da sie sehr von den Kundenterminen abhängen. Viele Kunden haben erst nachmittags oder abends Zeit, wenn sie von ihrer Arbeit zurück sind, daher arbeite ich dann viel und habe zum Ausgleich davor frei.

Wozu nutzen Sie die freie Zeit?

Ich spiele Fußball in der Regionalliga und habe daher viermal in der Woche Training, dazu am Wochenende noch Spiele. Wegen der Abendtermine muss ich schon mal das Training ausfallen lassen. Aber das ist eben Teil der Arbeit, und mein Fokus liegt auf dem Beruf. Wenn man Hobbys hat, die man zeitlich flexibel ausüben kann, bekommt man einen guten Ausgleich zur Ausbildung hin.

Wie hoch ist die Vergütung?

Im ersten Ausbildungsjahr liegt sie bei monatlich rund 900 Euro und steigt bis auf etwas über 1000 Euro im dritten Ausbildungsjahr an. Ich bekomme darüber hinaus noch die Provisionen für Abschlüsse mit meinen Kunden.

Sie sind im ersten Ausbildungsjahr. Wissen Sie schon, wie Sie sich im weiteren Ausbildungsverlauf spezialisieren wollen?

Ich werde die Fachrichtung Finanzberatung wählen. Das finde ich spannend, denn damit kann ich in vielfältigen Tätigkeitsfeldern arbeiten.

Und wie sehen Ihre Pläne für die Zeit nach dem Abschluss aus?

Meine Ausbildung als Vermögensberater ist darauf ausgerichtet, dass man sich hinterher selbstständig machen kann. Ich plane daher, mir als Unternehmer ein eigenes Team aufzubauen. Dazu muss ich aber erst einmal selbst ein erfolgreicher Berater werden und mir einen großen Kundenstamm aufbauen.

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