So ge­lingt der Start ins Be­rufs­le­ben

von JobFit-Projektredaktion | 3. Sep. 2016 | Kommentare deaktiviert für So ge­lingt der Start ins Be­rufs­le­ben

Was Betriebe von Auszubildenden erwarten – Betreuer als Lotsen

Ausbildungsbetreuer stehen den Azubis von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite.  Foto: Industrieblick/Fotolia

Ausbildungsbetreuer stehen den Azubis von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Industrieblick/Fotolia

Das Vorstellungsgespräch ist gemeistert, der Lehrvertrag unterschrieben. In diesen Tagen beginnt für viele Jugendliche das Abenteuer Ausbildung. Der Wechsel von der Schulbank ins Berufsleben bringt große Veränderungen mit sich – und wirft eine Menge Fragen auf. Was erwartet mich am Ausbildungsplatz? Wie soll ich mich als Neuling in der Firma verhalten? Bekomme ich vielleicht Aufgaben zugeteilt, die ich nicht bewältigen kann?

Der Betriebsalltag ist fremd und ungewohnt. Abläufe, Aufgaben und Kollegen muss man erst kennenlernen. Damit aus dem Start ins Berufsleben kein Fehlstart wird, rät Jutta Driesch, Chefin der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg, den Auszubildenden zur Offenheit. „Seien Sie aufgeschlossen und neugierig. Niemand erwartet, dass Sie alles sofort können. Fragen Sie nach und lassen Sie sich die Vorgänge und Abläufe genau erklären“, sagt Jutta Driesch. Die Firmen sind auf Auszubildende vorbereitet und tun in der Regel selbst viel dafür, dass der Einstieg nicht zu schwer fällt. Allerdings werden auch Verhaltensweisen gefordert, die im Schulalltag nicht immer den gleichen Stellenwert hatten. So ist „Ich habe heute morgen verschlafen“ keine Aussage, die am Ausbildungsplatz toleriert wird. Dass die Auszubildenden aufmerksam zuhören, Fragen stellen und Lehrinhalte üben, wird selbstverständlich erwartet.

Anders als auf dem Schulhof kann man im Betrieb nicht ausschließlich mit der Freundesclique zusammensein, sondern sollte ein freundliches, respektvolles Verhältnis zu allen Personen im Arbeitsumfeld aufbauen. „Lernen Sie Ihre neuen Kolleginnen und Kollegen mit Namen kennen und fragen Sie, wer Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen ist“, rät Jutta Driesch. „Erzählen Sie von sich und Ihren Interessen. Möglicherweise haben andere die gleichen Hobbys. Geben Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, Sie kennenzulernen.“ Die besten Gelegenheiten für Gespräche über gemeinsame Interessen oder auch nur über das Wetter ergeben sich – genau wie in der Schule – in den Pausen.

Die wichtigste Rolle beim Einleben spielen die Ausbildungsverantwortlichen. Ihnen kommt eine Lotsenfunktion zu. Sie zeigen und erklären den Auszubildenden die Aufgabe, korrigieren Fehler und kümmern sich darum, dass die Integration in den Kollegenkreis ebenso funktioniert wie die Eingliederung in die Arbeitsabläufe.

Die Ausbildungsbetreuer und die Arbeitnehmervertreter sind auch die richtigen Ansprechpartner, wenn etwas nicht so läuft wie erwartet. Überstunden oder ausbildungsfremde Aufgaben müssen Auszubildende beispielsweise nicht leisten, und sie können sich hier Unterstützung holen, falls dies von Ihnen verlangt wird. Ansonsten ist der Einstieg ins Berufsleben mit einigen Grundsätzen zu meistern, die in jeder Lebenslage hilfreich sind. „Tugenden wie Höflichkeit, Engagement, Fleiß und Hilfsbereitschaft werden überall geschätzt. Gehen Sie offen auf die Menschen und Aufgaben zu, dann fällt die Integration am neuen Arbeitsplatz leichter“, sagt Jutta Driesch.

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